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Stone Temple Pilots with Chester Bennington – High Rises (EP)

Autorin Maren: Als mir zu Ohren kam, dass die Stone Temple Pilots nunmehr mit Chester Bennington als Frontmann musizieren möchten und das das Gründungsmitglied und der ehemaliger Sänger Scott Weiland nur noch gerichtlich mit der Band verbunden ist, dachte ich mir: OK – das muss ich mir mal anhören. Zugegeben seit den 90zigern habe ich mich nicht wirklich mit STP beschäftigt und umso spannender befand ich es, vorab mich mit der aktuellen Lage der Band auseinander zu setzen bzw. nach zu lesen, warum da plötzlich eine andere Stimme gesucht wurde. Gesagt, getan und hier eine kurze Mitteilung an die die es noch nicht wissen: Scott Weiland ist der Meinung er hat die Band nicht verlassen und geht den gerichtlichen Weg. Die restlichen Mitglieder der STP sind der Meinung, dass sie einen zuverlässigen Sänger brauchen, der keine finanziellen Einbußen verursacht. Bis das alles geregelt ist, heißt es somit Stone Temple Pilots with Chester Bennington.  So weit, so gut.

Doch kommen wir zum Wesentlichen, der EP High Rise um die es hier gehen soll. Mag man von der Musik von Linkin Park denken was man möchte, so stellt sich doch zuerst die Frage, wie die kraftvolle und unverwechselbare Stimme von Chester da bei STP passen soll, die ja bekannter weise ganz andere Töne anschlagen. Tja und genau das soll mein Problem werden.  Mittlerweile höre ich mir die EP zum vierten Mal an und muss gestehen ich werde mit dieser Konstellation überhaupt nicht warm. Der Sound ist genauso, wie man ihn von STP erwartet und die Songs wirken sauber und durch dacht.  Vielleicht nicht ganz mein Sound aber objektiv betrachtet gute und solide fünf Songs, da gibt es nichts zu mäkeln. Auch kann man sagen dass Chester durchaus in der Lage ist ruhigere Töne an zu schlagen und brav durchgehen melodisch zu singen. Man kann sagen Band und Sänger harmonieren fast perfekt, doch genau das stört mich. Es klingt so rund und langweilig, dass ich mich ständig frage, wann nutzt er sein Stimmpotential aus, wie man es kennt. Ständig fehlt so der letzte Funke. Sicherlich eine schöne Runde Sache aber ich mag es kaum sagen, die Stimme von Scott Weiland passte einfach besser und das obwohl ich Chester Bennington für den besseren Sänger halte. Andererseits  ich Linkin Park nicht für die bessere Band halte, sondern beide Bands als existent betrachte mit hier und da netten Songs.  Ganz viel pro und contra schwirrt durch meinen Kopf und einzig der Song  „Tomorrow“ scheint mir wirklich stimmige zu sein und gefällt mir vom Gesamtarrangement. Dagegen ertappe ich mich bei „Cry cry“ darüber nachzudenken, für welchen Werbespot er perfekt passen mag. Was nicht böse gemeint ist.

Fazit: Die Stone Temple Pilots with Chester Bennington sind mit Sicherheit eine interessante Mischung aber letztendlich für mich nicht wirklich überzeugend. Man sollte immer neue Dinge ausprobieren, neue Wege gehen und wenn Sympathien da sind, kann etwas Harmonisches entstehen, wie hier. Dennoch kann es fast zu perfekt wirken und man muss ehrlich zugeben, dass wohl die Zeit, die nächsten Songs und vor allem die Fans entscheiden werden was aus dieser Konstellation langfristig wird. Gut – oder auch ein Gerichtsurteil. Wie gesagt eine Runde gut produzierte Sache – mir aber viel zu fade und ich denke hier sollte man rein hören und dann kaufen.  5/10 Punkten.

Tracklist:

  1. Out of time
  2. Black Heart
  3. Same on the inside
  4. Cry cry
  5. Tomorrow

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