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Stahlmann – Quecksilber

Autor: Karsten

 

 

Die Neue Deutsche Härte lebt (wieder). Fernab von Rammstein haben sich mit Eisbrecher und weiteren Newcomern einige Bands im Genre der elektronischen Rockmusik mit deutschen Texten etabliert. Zu diesen Newcomern gehören auch die Göttinger STAHLMANN, welche mit „Quecksilber“ ihren zweiten Longplayer am Start haben. Im Vorprogramm von Bands wie Mono Inc. hinterließen die silbergeschminkten Männer nicht nur optisch einen bleibenden Eindruck auch musikalisch hatte das Quintett bereits einige Livebretter im Gepäck. Der Sound liegt dabei irgendwo zwischen Eisbrecher, Megaherz, Tanzwut und Rammstein.

 

„Los geht es mit „Engel der Dunkelheit“. Frontmann Mart gibt Gas, der Song treibt an und mündet dann in einen mitsingtauglichen Chorus. Ähnlich verhält es sich beim Uptempo-Song „Spring nicht“. Dagegen fällt die darauffolgende „Tanzmaschine“ qualitativ etwas ab. Der metallische Aufruf „Tanz mit mir!“ ist leider alles andere als neu und sorgt eher für Reminiszenzen an älteres UNHEILIG-Material. Das große Manko dieses eingängig-industriellen Gebräus, das STAHLMANN hier abliefern, sind leider diese teilweise extremen Parallelen zu Genre-Kollegen. Das fällt vor allem bei „Asche“ auf, bei dem Alex von EISBRECHER Pate hätte stehen können. Natürlich ist es in diesem Genre schwierig, sich mit eigenen Trademarks zu behaupten, etwas mehr stilistische Differenz hätte es aber sein dürfen!“ (Dank an die Kollegen von Stormbringer.at, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.)

 

Fazit: War ich vom Debüt noch voll auf begeistert, hat der Nachfolger doch arg nachgelassen. Für das nächste Album vielleicht doch etwas mehr Zeit lassen, evtl. den ein oder anderen Gastsänger holen oder eine Remix eines Kollegen mit veröffentlichen. Einfach mal hervor stechen, egal wie. Eigene Note reinbringen. 5 / 10 Punkte

 

Trackliste:

 

1 Engel der Nacht

2 Spring nicht

3 Tanzmaschine

4 Asche

5 Mein Leib

6 Am Grunde

7 Goetter

8 Schmerz

9 Diener

10 Tanzmaschine [Club Remix]

 

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