MENÜ
Suchen

Robbie Williams – swings both ways

 Autorin Maren: Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und mit Einzug der Kälte machen wir es uns gerne kuschelig warm Zuhause gemütlich. Genau die richtige Jahreszeit für die passende musikalische Untermalung, die uns gerne auch über den Tellerrand hinaus schauen lässt und an die gute alte musikalische Zeit erinnert. Der Swing ist wieder präsenter und das weiß auch Robbie Williams.

Bereits im Jahr 2001 begeisterte uns der britische Musiker mit „Swing when you´re winning“ und nun zwölf Jahre und einige wilde Robbie Eskapaden später folgt das zweite Swing Album „swing both ways“. Mit nunmehr leicht ergrautem Haar und als Ehemann und liebevoller Papa sind seine wilden Zeiten sicherlich vorbei, doch das ändert nichts an seinen großartigen Entertainer Qualitäten, welche er gerade in diesem Musikstil ganz besonders zum Ausdruck bringt. Denn machen wir uns nichts vor, sicherlich ist er ein guter Sänger, jedoch kein Begnadeter. Als Entertainer gehört er aber zu den ganz Großen und das kann er in seine Stimme übertragen, wie kaum jemand. Nicht ohne Grund hat er weltweit über 70 Millionen Tonträger verkauft, erhielt bis dato 17 Brit Awards und bekam einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde für 1,6 verkaufte Eintrittskarten an nur einem einzigen Tag.

Nach seinem letzten, ehrlich gesagt eher mittelmäßig erfolgreichen Album „ take the crown“ wird es also Zeit auf der Erfolgswelle wieder mit zu reiten. Den ersten klugen Schachzug von „swing both ways“, darf man namentlich wohl mit Guy Chambers benennen, da er als Schreiber und Produzent zur Verfügung stand. Wie wir aus der Vergangenheit wissen, ein scheinbarer Erfolgsgarant in dieser Konstellation. Denn neben den bekannten Coverversionen hören wir hier auch eigene Kompositionen. Passend hierzu weißt das Album ferner einige Duett Partner auf, wie Lilly Allen, Michael Bublé, Kelly Clarkson, Olly Murs und Rufus Wainwright die mich allerdings nicht ganz überzeugen können. Da hätten wir zum Beispiel Michael Bublé der bei „Soda Pop“, stimmlich erschreckend untergeht, wo man vorab wirklich mehr erwartet hätte.  Auch „dream a little dream“ kommt mir viel zu seicht und fast nerv tötend mit Lily Allen um die Ecke und man fragt sich, mit Hinsicht auf die vielen vorher gegangen Coverversionen die man kennt, ob das ernsthaft alles ist, was den beiden Künstlern möglich war aus diesem wunderbaren Song heraus zu holen. Es kann gut sein, dass ich mit dieser Meinung alleine da stehe, doch meine Überzeugung sagt mir, das hätte er besser gekonnt. Jedoch ist nicht alles schlecht bei den Duetten. Kelly Clarkson hingegen zeigt sich musikalisch und stimmlich von einer neuen Seite und harmoniert sehr schön mit Robbie Williams. Wer hätte das gedacht.

Bei den neuen Songs ist wie immer eine ordentliche Portion Eigenironie seitens Herrn Wiliams vertreten und ich glaube mit „go gentle“ wurde bereits der stärkste Song des Album „swing both ways ausgekoppelt.

Fazit: Bei „swing both ways“ handelt es sich um ein nettes solides Swing Album, welches gut produziert ist und sicherlich seinen Absatz finden wird. Meiner Meinung nach kann das zweite Swing Album von Robbie Williams es nicht mit seinem Vorgänger „swing when you´re winning“ aufnehmen. Robbie Fans werden es dennoch nicht weniger lieben. Endlich  swingt der junge Mann wieder und live wird das ganze sicherlich ein absolutes Vergnügen. Denn seien wir ehrlich: Robbie Williams funktioniert live einfach am besten und tänzelt dann über das ein oder andere auf Platte gepresste musikalische Missgeschick hinweg. 5/10 Punkten

 

Tracklist:

1. Shine My Shoes
2. Go Gentle
3. I Wan’na Be Like You (feat. Olly Murs)
4. Swing Supreme
5. Swings Both Ways (feat. Rufus Wainwright)
6. Dream A Little Dream (feat. Lily Allen)
7. Soda Pop (feat. Michael Bublé)
8. Snowblind
9. Puttin‘ On The Ritz
10. Little Green Apples (feat. Kelly Clarkson)
11. Minnie The Moocher
12. If I Only Had a Brain
13. No One Likes a Fat Pop Star

 

www.robbiewilliams.com

Kommentar verfassen