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Moses Pelham – Geteiltes Leid 3

 

Autor: Karsten

 

Wer oder was ist Moses Pelham? Jury Mitglied von X Factor, Schnacker, nur der Typ der Raab eine geboxt hat? Nein Moses ist mehr, Moses ist ein deutscher Rapper, Gründer und Geschäftsführer des Musiklabels Pelham Power Productions (3P) und Produzent. Im Jahr 1993 bildete er zusammen mit Thomas Hofmann die HipHop-Formation Rödelheim Hartreim Projekt. Ebenfalls unterstütze er auch die Künstler Xavier Naidoo, Glashaus, UnterWortverdacht, Illmatic, Sabrina Setlur und Sebastian Hämer bei der Produktion Ihrer Alben.

„Mit „Geteiltes Leid 3“ legt Moses Pelham nun den letzten Teil seiner Trilogie vor, die vor 14 Jahren mit „Geteiltes Leid I“ begann und mit „Geteiltes Leid 2“ im Jahr 2004 ihre Fortsetzung fand. Das neue und (angeblich) letzte Werk setzt fort und knüpft an, gleichzeitig aber schließt es auch ab, bricht auf und erschafft neu. Moses Pelham entwirft hier und heute ein echtes, hundertprozentiges Rap-Album, das die Liebe zur Kunstform, ihre verschiedenen Stilarten vom Battlerap bis zum Storytelling zelebriert und trotzdem mehr ist als ein bloßes Rap-Album. Moses Pelham schreibt über das Leiden, teilt es, lebt es und lässt es trotzdem so weit hinter sich wie auf keinem anderen Album zuvor.

Wer das Leben und Schaffen des Frankfurters aufmerksam verfolgt, wird auf „Geteiltes Leid 3“ jede Menge alter Weggefährten wiedertreffen, mit denen Moses Pelham in seiner langen und erfolgreichen Karriere zusammengearbeitet hat. So sind mit Peppa Singt und Cassandra Steen beide Sängerinnen vertreten, die dem GLASHAUS-Projekt ihre Stimme gaben und unterschiedlicher gar nicht sein könnten. Gentleman verleiht dem Stück „Ultra“ seinen ganz speziellen Ragga-Flavour und Rapgrößen wie Jan Delay, Sido, Bushido, Azad und Kool Savas sind gemeinsam auf der Oldschool-Hymne „Hooo“ zu hören.
Die größte Überraschung allerdings dürfte Moses Pelham mit dem wunderbaren Stück „Halt aus“ gelungen sein, bei dem es sich um eine Gemeinschaftsarbeit mit Xavier Naidoo handelt. Natürlich gäbe es hierzu so einiges zu erzählen, vielleicht aber auch nicht mehr, als dass sich die beiden Künstler zwölf Jahre lang weder gesehen noch gesprochen haben, sich nun zum ersten Mal wieder getroffen und diesen Song zusammen gemacht haben. Einfach weil sie ihn machen wollten, weil die Zeit dafür reif war, weil sie ihn machen mussten.“ (Quelle Pressetext)

Mein Fazit: Geteiltes Leid 3 ist eine gut gelungene Cd. Musikalisch hat Moses P es geschafft mich wieder in das Jahr 1995 zu versetzten. Vieles erinnert mich an das RHP und Glashaus, jene Bands, welche mich in meiner Jugend stark begleitet haben. Absolutes High Light für mich auf dieser Cd ist der Song HOOO, welchen ihr hier im Video sehen und hören könnt:

Video „Hooo“
http://www.myvideo.de/watch/8776149/Moses_Pelham_Hooo

Der einzige negative Punkt auf diesem Album für mich, ist der Song Nummer 4 „Für die Ewigkeit“. Was hat sich Moses dabei gedacht ein Sampel der Böhsen Onkelz zu verwenden? Muss man eine Band hypen, wo der Sänger einen Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten verursachte und anschließend Fahrerflucht beging? Ich gebe für das Album deshalb nur eine 8/10 Punkten.

Tracklist:
01. Ich lass´ Dich nicht zurück
02. Höha
03. Wenn der Schmerz nachlässt
04. Für die Ewigkeit
05. Ultra (feat. Gentleman)
06. MNS
07. Himmelfahrtskommando
08. Nicht ohne sie
09. Hooo (Jan Delay, Sido, Bushido, Azad & Kool Savas)
10. Gefunden
11. Ich liebe sie
12. SYOTOS
13. Bilder
14. Halt aus (feat. Xavier Naidoo)

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