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Mile of Style 5 – Heldenverlag war dabei

Autor: Georg

1400km, 2 leere Tanks und blanke Geldbeutel… Und das alles für ein Festival mit – sagen wir mal „mittelmäßigen“ Acts? Sind wir denn total bescheuert?
Ja, eventuell. Aber sicher nicht aus den oben genannten Gründen. Denn gelohnt hat es sich alle mal!
Und fände das nächste Mile of Style in Mumbai statt, wären wir auch wieder vor Ort – vorausgesetzt, wir kriegen die Reisekosten erstattet (Gruß hierbei an Ramona).

So, vorbei an der gefühlten 8km-Schlange, der wir natürlich einen kurzen Mitleidspendenden Blick beim Vorbeilaufen rüber warfen, direkt zum Eingang, wo wir ohne Probleme unser Presse-Bändchen erhielten.
An dieser Stelle ein riesen Lob an das Sicherheitspersonal, die den ganzen Abend gut gelaunt waren und immer für Fragen zur Verfügung standen (ausnahmsweise mal nicht sarkastisch gemeint). Echt cool die Jungs.

Einer der wirklich wenigen negativen Punkten war der Pressebereich. Der befand sich direkt über der Bühne – war also extrem laut da.
Wodurch es nicht einfach war, Interviews zu führen – zumindest nicht mit unserem 12€-Equipment.
Manch Künstler dachte wohl, ich fordere ihm zu einem Freestyle-Battle heraus, so wie ich ihn anschreien musste.

So, nun aber zu den Künstlern.
Cool war auf jeden Fall, dass sich fast alle neben einem Interview auch in ein persönliches Gespräch verwickeln liesen – was für mich als kleiner Fanboy natürlich nicht ganz uninteressant war.
Einen sehr sympathischen Eindruck hinterließen hierbei vor allem Damion Davis und Mach One, mit denen wir auch ohne Kamera intensive Gespräche führen konnten.

Den ersten Act den wir live erlebten, war, auf Grund unserer langen und dadurch verspäteten Anreise Lance Butters, der mit gewohnter Arroganz die Menge einheizte.
Lohnt sich auf jeden Fall, den Ironman mal live zu erleben, vor allem die harten Beats kommen live noch intensiver!
Anschließend betrat der unvergleichliche DCVDNS die Bühne – und überzeugte mit seiner Show auch den letzten im Raum, dass er definitiv in keine bisher bestehende Schublade passt.
So rekelte er sich am Boden während er sang „Alle Frauen mit viel Geld – zeig deinen Schwanz“ – was natürlich eine Anspielung auf den bekannten Hit von Kool Savas sein sollte.


JAW wurde leider von der Grippe überrascht und konnte deshalb nicht vor Ort sein – ihn vertrat Morlokk Dilemma.
Mein persönlicher Höhepunkt war der Gastauftritt von Battleboi Basti, unmittelbar vor Trailerpark.
Er heizte die Menge mit einem übermenschlichen double-tripple-was-auch-immer-time so dermaßen ein, dass es für Sudden, Timi, Basti und Alligatoah anschließend eigentlich unmöglich war, die Stimmung zu bremsen – aber das kommt für die Trailerpark Jungs ja sowieso nicht in Frage.
Nach bekannter Manier zerfetzten die vier Jungs aus der Wohnwagensiedlung die Stage – und die Menge war am Ausflippen.
Wie genau sich das widerspiegelte, konnte ich am eigenen Leib erfahren, als die Jungs neben mir anfingen, „Schmeiß den Georg durch die Luft“ zu spielen. Bomben Stimmung!

Auch die restlichen Acts legten natürlich eine super Show hin, ich möchte hier aber nur auf die Höhepunkte des Abends eingehen.
Wer sich ein Bild vom gesamten Festival machen möchte, sollte nächstes Jahr einfach selbst hinfahren – es lohnt sich !!!

Fazit:
Nicht nur Fans von Untergrund-Rap oder speziell des VBTs kamen auf ihre Kosten. Die Künstler – und zwar jeder einzelne – verstanden es perfekt, die Menge für sich zu gewinnen und die Distanz zwischen Bühne und der hüpfenden Menge zu minimieren!
Cool war natürlich auch, die Künstler Backstage etwas persönlicher kennen zu lernen – eine sehr sympathische Gruppe von Musikern.
Wir kommen auf jeden Fall wieder – und das nicht nur wegen der wunderschönen norddeutschen Landschaft 🙂

 

…Interviews folgen.

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