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Marilyn Manson – Born Villain

 

Autor: Karsten

Man soll es kaum glauben aber Herr Warner hat nach einiger Zeit mal wieder den Weg ins Studio gefunden, um das neue Album „Born Villain“ auf den Markt zu bringen.

 

Als ehemaliger Fan aus den 90ziger Jahren und kritischer Betrachter der letzten „Werke“ fragte ich mich schon vorab, ob das wirklich sein muss. Nun gut – die Neugierde siegte und rein hören muss man ja irgendwie schon, um hinterher mitreden zu dürfen. In diesem Fall auch mal ganz klar gesagt, um richtig zu meckern.

 

Sorry Leute, aber ich kann diesem Album nichts abgewinnen. So große Töne und Versprechungen vorab und nach den ersten 30 Sekunden kommt die totale Ernüchterung, die sich wie Kaugummi in absolute Langeweile zieht.

 

Die Songs sind kraftlos, unspektakulär, und textlich, wie musikalisch einfach schlecht. Kein Vergleich zu den 90ziger Jahren und den damaligen Songs, wo man mittendrin statt nur dabei war. Diese Nebengeräusche – was soll das sein? Das hört sich nicht interessant oder raffiniert an, sondern lahm. Die ganze Zeit frage ich mich wer eher einschläft – der Drummer oder ich. Da ist kein Tempo zu finden. Was natürlich auch am Gesang liegen könnte. Denn dieser hört sich dermaßen gequält an, ist so ohne Gefühl oder gar Hingabe zur Musik, dass man sich zwangsläufig fragt, wenn das im Studio schon nicht schön „geregelt“ wird, was passiert dann auf der Bühne? Sauerstoffmaske? Kann man sich seinen außergewöhnlichen Klang wegsaufen mit Absinth? Ich bin so enttäuscht und kann kaum glauben, dass das Marylin Manson ist, wo ich live schon mehrmals Wahnsinns Abende hatte. Diese monotone Stimme macht mich wahnsinnig, weil ich so verzweifelt auf das Lungenvolumen warte, welches ich hier gewohnt bin. Hier höre ich den Rentenantrag aber ganz schön laut rascheln.

 

Früher dachte ich immer „Dope Show“ war einfach ein fieser Ausrutscher in Richtung Kommerz. Gegen „Born Villain“ wäre die ja fast „Grammy verdächtig“.

 

Fazit:

 

Marilyn Manson stand vor einer gefühlten Ewigkeit für Provokation, unverwechselbarer Sound, er kotze sich musikalisch aus und feierte Erfolge. Keiner polarisierte die Menschen so sehr, wie eben Marilyn Manson. Schöne vergangene Zeiten. Der Weg in die Kunst der Malerei war wohl der eingeschlagene Weg, wo Manson hätte bleiben sollen.

 

„Born Villain“ ist für mich ganz klar zu beurteilen mit „Setzen 6 –Manson war stets bemüht, doch hat das Ziel nie erreicht“ an alte Erfolge anzuknüpfen. Oder sollte ich sagen, hat vergessen, wie es geht gute Musik zu machen? Ich behalte einfach die guten Erinnerungen und streiche diese Sache einfach ganz aus dem Kopf.

 

 

Tracklist:

 

1.Hey Cruel World

2.No Reflection

3.Pistol Whipped

4.Overneath The Path Of Misery

5.Slo-mo-tion

6.The Gardener

7.The Flowers Of Evil

8.Children Of Cain

9.Disengaged

10.Lay Down Your Goddamn Arms

11.Murderers Are Getting Prettier Every Day

12.Born Villain

13.Breaking The Same Old Ground

14.You´re So Vain

 

www. marilynmanson.com

 

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