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Korn III – Remember Who You Are

Autor: Karsten

Korn III – Remember Who You Are (VÖ-Termine: 09.07.2010)

Man mag sich kaum noch erinnern, wie lange es wohl her sein muss, dass Korn noch für richtig gute Musik standen.  Waren es doch die guten alten Neunziger, die uns aus der Tiefe von Bakersfield, Kalifornien plötzlich den prägnanten Gesang Jonathan Davis brachten mit dem einmaligen Bassgeflatter und dieser „damals neuen“ Musikrichtung Nu Metal.
Ja lange ist es her – denn mit dem letzten in den 90zigern entstandenen Album Issues ging es Korn danach  hörbar deutlich schlechter und ab 2000 war Korn gar kein Geschenk mehr. „Korn“ und „Life is peachy“ waren nur noch Erinnerungen. Ob es wohl der Wunsch nach dem Kommerzerfolg schlechthin war? Falsche Produzenten oder Ratgeber? Man weiß es nicht – Fakt ist nur, das von Album zu Album die Band immer weniger mit ihrer eigentlichen Musik gemein hatte. Weiterentwicklung ist zwar eine feine Sache aber Korn entwickelte sich gar nicht mehr, sondern machte schlichtweg schlechte Musik, die nicht passte. Und mit jedem Album kam das Versprechen, sich doch dieses Mal endlich auf die Wurzeln zu bekehren und postum kam die Enttäuschung. Gut, es gibt sicherlich viele die erst später dazu gestoßen kamen und die das völlig anders sehen – aber von Anfang an gesehen mit dem erlebten Zeitgeist – ja da stellte sich bei dem nunmehr 9. Album „Remember who you are“ die Frage, ob es sich wieder um heiße Luft handelt oder ob endlich was passiert ist. Versprechen muss man schließlich eines Tages auch einlösen!
Doch Fakt ist, dass optisch gesehen, das Cover back tot he roots verspricht und mit dem Auftakt Oildale (leave me alone) sich Entspannung breit macht – denn JA das hört sich schon wieder ganz gut nach Korn an und stimmt versöhnlich. Ich höre Instrumente laut spielen! Schön! Gesanglich stimmt es eigentlich auch und der ein oder andere Song ist gar nicht so schlecht. Eigentlich – und da ist das böse Wort. Ich höre dieses Album und irgendwie werde ich nicht wirklich glücklich. Klar ist es besser als viele andere aber der absolute Oberknaller ist es nicht. Vieles hört sich gleich an, fast abgekupfert von alten Songs ohne dabei 100% zu überzeugen. Vor einiger Zeit las ich, dass jemand schrieb, dass es sich hier um eine gute B-Seiten Sammlung handelt. Ganz ehrlich? Stimmt! Ein solides Album, mit guten Ansätzen zur Rückkehr mit B-Seiten Charakter – gut halt – nicht mehr, nicht weniger. Doc sollte man sich darüber nicht freuen?
Fazit: Korn haben endlich gehalten, was sie versprochen haben back tot he roots. Nun müssen sie nur noch aufhören, ein Schatten ihrer selbst zu sein und sich wieder trauen. Nur alte Sachen aufwärmen reicht dauerhaft nicht. Da muss noch was kommen. Ich denke dieses Album wird wieder spalten. Menschen die auf jüngeres Zeug abgefahren sind, werden hier wohl nur bedingt glücklich werden und Fans von früher werden zufrieden sein aber nun auch nicht freudig erregt. Letztendlich haben Korn eine große Fangemeinde und die macht schon einiges mit. Es kann nur besser werden, der erste große Schritt ist getan. Sehr schön.  6,5/10 Punkten.

Tracklist:

01. Uber-time 1:29
02. Oildale (Leave Me Alone) 4:43
03. Pop A Pill 4:00
04. Fear Is A Place To Live 3:09
05. Move On 3:48
06. Lead The Parade 4:25
07. Let The Guilt Go 3:56
08. The Past 5:06
09. Never Around 5:30
10. Are You Ready To Live 3:59
11. Holding All These Lies 4:38

www.korn.com
www.myspace.com/korn

 

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