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Interview mit Mach One

Interview geführt von: Rapdesigner

Wir trafen Mach One auf dem Mile of Style 5 und konnten ihn zu einem kurzen Interview überreden.

 

Heldenverlag:
Hallo Mach One. Wie war die Anreise und wie findest du das Mile of Style inklusive der Acts?
Mach One:
Anreise war cool. Kommen direkt aus Berlin – Kreuzberg. Sind mit dem Auto durchgeheizt. Durchschnittlich 210 Sachen. Sind gut durchgekommen, haben aber trotzdem fünf Stunden gebraucht.

Heldenverlag:
Wie fandest du persönlich Deinen Auftritt? War er gelungen oder bist du unzufrieden?
Mach One:
Ich bin immer unzufrieden. Es liegt in der Natur eines Künstlers, mit sich selbst immer unzufrieden zu sein. Man ist sich selbst immer der größte Kritiker. Mein Anfang war komplett verschissen, ich hatte Texthänger – wir müssen einfach mehr Proben. Aber am Ende waren wir relativ stark. Wir mussten sogar ’ne Zugabe geben. Ich bin sehr froh, dass die Leute noch ’ne Zugabe verlangt haben. DANKESCHÖN, Leute! DANKE!

Heldenverlag:
Was war bisher Dein persönlicher Höhepunkt in Deiner Karriere?
Mach One:
Also ein Höhepunkt war auf jeden Fall die Tour mit K.I.Z. Das hat wirklich Spaß gemacht. Und sonst eigentlich das komplette Jahr 2012. Ich habe mir das Jahr sogar tattoowiert (zeigt uns das Tattoo auf seiner Hand). Dieses Jahr war bisher so der Höhepunkt meiner Karriere.

Heldenverlag:
Darf man Dich denn auf die Messerstecherei ansprechen? Man kennt es ja aus Deinen Tracks – aber was ist denn genau passiert?
Mach One:
Ja, kein Problem. Also, ich habe Messerstiche abbekommen. Zuerst einen in den Hals und dann noch zwei in den Rücken. Dann ist mein rechter Lungenflügel kollabiert. Im Krankenhaus dachte ich dann ich sterbe, dann gaben sie mir Medikamente, wodurch ich dachte ich überlebe – und dann hab‘ ich überlebt.

Heldenverlag:
Ich nehme mal an, das hat Dich und Deine Musik ziemlich geprägt?
Mach One:
Es hat mich definitiv geprägt. Ich muss hierzu auch eine andere kurze Geschichte erzählen. Und zwar hab ich einen Track gemacht, „Hier stehe ich nun“, da spreche ich in der zweiten Strophe über einen Typ mit dem ich Stress hatte. Und – DAS IST KEIN SCHEIß – genau diesen Jungen habe ich gestern mitten in Kreuzberg getroffen. Er hat mich dann auf den Track angesprochen und ich meinte dann nur: „und, ist er angekommen?“
Und er meinte dann: „Ja, ist angekommen“.
Also, es nützt was die Dinge anzusprechen.

Heldenverlag:
Und in wie fern hat Dich das Ereignis Musiktechnisch geprägt?
Mach One:
Es hat mich in so fern geprägt, dass es mich weit zurückgeworfen und viel Zeit gekostet hat. Gerade weil, wie ich auf „Hier stehe ich nun“ auch sage, immer wieder versuchen musste, NICHT darüber zu reden.
Es ist einfach scheiße, wenn du dabei bist ein Album zu schreiben und immer ein Thema im Kopf hast das dich fickt und beschäftigt und beschäftigt… Und es ist auch tatsächlich so wie ich in dem Track sage,
dass ich seit dem durch Kreuzberg laufe und mich einfach nicht mehr wohl fühle.

(ACHTUNG! Unter dem Video geht es weiter)

MachOne mit seinem Video zum Song Nicht von dieser Welt

 

Heldenverlag:
Hast du denn wirklich so viele Jahre an dem neuen Album – welches ja gerade erschienen ist – gearbeitet oder warst du einfach zu faul und hast erst kurz davor damit angefangen?
Mach One:
Also im großen und ganzen kann man schon sagen, dass ich seit dem Release von „Meisterstück 1“ – das war vor sieben Jahren – am aktuellen „Meisterstück 2“ gearbeitet habe. Ich habe natürlich auch viele andere Sachen gemacht, viel gearbeitet. Habe zum Beispiel ein Album mit Orgi aufgenommen und viel Produziert. Aber im Track „Nicht von dieser Welt“ sage ich ja z.B. „Mit 29 kotzt dich das Leben auch noch an“ – inzwischen bin ich 33 – das heißt, der Track ist vier Jahre her. Aber richtig intensiv haben wir eigentlich nur 3-6 Monate an dem Album gearbetet.

Heldenverlag:
Gibt es denn Rapper, mit denen du niemals ein Feature machen würdest?
Mach One:
Sentino! Er mag mich nicht, ich mag ihn nicht. Es gibt auch noch ein paar andere, aber das wollen wir jetzt nicht vertiefen. Im großen und ganzen kann ich alle leiden. Du läufst einfach viel besser durchs Leben, wenn du mit allen cool bist.

Heldenverlag:
Was hältst du denn von Trailerpark? Die ja momentan alles zerreissen?
Mach One:
Ich finde, zurrecht! Also ich hänge auch manchmal mit denen rum – und es ist immer… sehr gefährlich! Ich sag nur… BASTI!

Heldenverlag:
Wie geht Dein Abend jetzt weiter?
Mach One:
Meinen Auftritt hab‘ ich hinter mir, ich kann jetzt also schön Alkohol trinken und Spaß haben.

 

Danke Mach, für das spontane Interview.

Ein sehr sympathischer Typ

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