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In Extremo – Kunstraub

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autorin: Janine   In Extremo kommen mit Ihrem neuen Album „Kunstraub“ um die Ecke und knüpfen damit an den Vorgänger „Sängerkrieg“ an. Diese Band ist schon so lange in der deutschen Rockszene unterwegs, dass meine Vorfreude nicht größer hätte sein können. Dann die erste Ernüchterung bei der Trackliste, nur deutsche Songs, kein Song in einer anderen oder alten Sprache.

Der Opener „Der die Sonne schlafen schickt“ macht aber doch Hoffnung, ein typischer In Extremo Song. Der zweite Song „Wege ohne Namen“ ist etwas ruhiger, hat aber einen tollen Refrain. Soweit so gut, „Lebemann“ und die erste Single „Feuertaufe“ sind richtige Mitsing-Hymnen, Letztere ist zudem ein echter Ohrwurm, dank der eingängigen Melodie der Sackpfeifen. „Belladonna“ macht richtig Spaß und verbreitet gute Laune. „Doof“ hat den typischen In Extremo Sound und der Text ist durchaus amüsant, bei dem Songtitel aber auch kein Wunder. Der mit Abstand beste Song auf dem Album ist für mich „Der Gaukler“, da er diesen ruhigen melancholischen Sound hat. Der Einsatz von Harfe, Nyckelharpa und Sackpfeifen tut sein übriges. Songs wie „Himmel und Hölle“, „Kunstraub“ und „Du und Ich“ enttäuschen mich etwas, denn obwohl sie in den Strophen mit hartem Sound sehr vielversprechend klingen, spülen die Refrains die Songs weich. Die ruhigeren Songs „Alles schon gesehen“ und „Die Beute“ reißen mich ebenfalls nicht vom Hocker.

In Extremo bringen gekonnt Sackpfeifen, Nyckelharpa, Hackbrett und Harfe in die Rockmusik mit ein und schaffen dadurch klasse Melodien. Der Sound von „Kunstraub“ fällt jedoch wesentlich freundlicher und ruhiger aus als bei ihren Vorgängern. Was mir persönlich fehlt ist die gewisse Härte, welche für mich In Extremo ausmacht. Klar, jede Band entwickelt sich weiter,  aber mir persönlich sagt der eingeschlagene Weg seit „Sterneneisen“  nicht mehr zu. Trotz allem ist das Album nicht schlecht und macht gute Laune. Wer Gefallen am letzten Album fand, wird auch „Kunstraub“ mögen.

6/10 Punkten

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