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Happiness Festival – Name ist Programm

Autor: Nina

Happiness Festival

10.-11.07.2015

Gleich vorne weg: Ein riesen Dankeschön an die Veranstalter des Festivals. Sie haben keine Mühen gespart, uns noch extrem kurzfristig einen Presse-Zugang und zusätzlich einen Platz auf dem eigentlich ausverkauftem Campinggelände zu organisieren. Sehr freundlicher Service – und keinesfalls selbstverständlich!

Das Happiness Festival. Der Name ist Programm. Vom Parkordner, über die Security bis hin zu den Getränkeverkäufern verbreiten alle eine Botschaft: Freundlichkeit macht Freu(n)de. Diese Stimmung überträgt sich auch auf die überwiegend jüngeren Festivalbesucher. Alle wirken sehr ausgelassen und man spürt deutlich, wie wichtig den meisten dieses Wochenende ist. Viele kommen aus der näheren Umgebung und sind seit den Anfängen mit dabei. Dass aus der Liebe zur Musik und einem Gedanken Großes entstehen kann, beweist die Geschichte des Happiness. Ein paar Jugendliche zelebrierten jährlich gute Musik und Party am Lagerfeuer und mit den Jahren wuchs sowohl die Anzahl der Besucher, als auch das Gelände. Aus dem „Dorffest“ entstand ein Festival, das sich keines Wegs verstecken muss, auch wenn organisatorisch noch nicht alles ganz ausgereift ist (z.B.: Parkplätze, Campingplatzplätze). Die grandiose Stimmung lässt gerne darüber hinwegsehen.

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Das Gelände ist eigentlich für 14.000 Feierwütige ausgelegt, Karten gibt es aber nur 8.000 Stück, um eine lockere Atmosphäre zu schaffen. So ist es möglich auch bei einem Main Act wie Deichkind in den vorderen Reihen seinen Tanzkünsten freien Lauf zu lassen. Das ist es auch, was den Veranstaltern am Herzen liegt: Den familiären Charakter beibehalten und trotzdem eine professionelle Veranstaltung auf die Beine stellen. Auch soll es ein Festival bleiben,

das man sich leisten kann.

 

Durch die vielen ehrenamtlichen Helfer zum Beispiel, können die Early-Bird-Tickets enorm vergünstigt erworben werden.

Musikalisch hat das Festival am Rande des Schwarzwaldes ein sehr breites Spektrum zu bieten. Hard Rock, Punk Rock, Pop und Deutscher Hip Hop sind vertreten. Und auch die Chartliebhaber und Elektronic Beats Freunde kommen auf ihre Kosten: Ab 00:00 Uhr legen auf der kleinen RedBull Stage auf dem Campingplatz verschiedene DJ’s auf.

Dort fanden sich am Freitag unter anderem die Drunken Masters ein, welche auch mit Casper kollaborieren und eine exzellente Party veranstalteten. Sie brachten die Menge mit unterschiedlichen HipHop Songs zum ausrasten. Von Haftbefehl bis Kanye West war einfach alles dabei. Man konnte nicht anders als mit zu feiern. Die zwei Jungs wirken dabei die ganze Zeit sehr bodenständig und publikumsorientiert.

Aus dem Bereich Punk Rock lässt sich die Band Schmutzki besonders hervorheben. Bisher eher unbekannt, jedoch mit einer eingeschworenen Fangemeinde. Es macht verdammt viel Spaß, sowohl den Fans, als auch der Band zuzuschauen. Alle geben alles. Und das bei 27 Grad im Schatten. Pogo, Wall of Death und Kreisch Tiraden. Alles dabei und herrlich ehrlich. Punk Rock in seiner reinsten Form. Schmutzki ist definitiv ein Name, den wir in den kommenden Jahren noch in vielen Festival Line-up’s finden werden.

IMG_4315Eine emotionale Show liefert auch der Rapper Kontra K ab. Vom ersten Track an sucht er die Nähe zum Publikum, indem er immer wieder die Bühne verlässt und lieber vor dieser agiert. Seine Spielfreude überträgt sich auf das Publikum und auch einen Flitzer umarmt er herzlich. Dass Kontra K auf Grund der Hitze leider gezwungen war, größtenteils oben ohne zu spielen, verzeiht ihm vorallem das weibliche Publikum sehr gerne.

Extrem ehrlich, extrem offen, extrem gute Präsentation. Von diesem Mann wird man noch so einiges zu hören bekommen.

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Die HipHop Band 257ers, die um 18:20 auch noch in der Hitze spielt, verteilt Bier und agiert aktiv mit der Menge, die etwas kleiner geworden ist, da sich viele Richtung Schatten begeben haben. Doch das hält die Band nicht davon ab, mit der Meute vor der Bühne alles zu geben. Unter anderem kühlen sie die wackeren Tänzer mit einer Schaumkanone ab. Bei Ihrem aktuell wohl bekanntesten Song Warum stürmen dann auch einige von Ihren sicheren Schattenplätzen nach vorn und die Show findet einen gebührenden Abschluss in wildem Getöse.

Voller Spaß, volle Party. Ob bei weniger oder mehr Hitze: Die Jungs werden wohl noch viele Festivals rocken.

Von der Wiese zur Open Stage. Vom Lagerfeuergesang zu Deichkind. Von der Jugendparty zum Musikfestival. Und doch immer noch eine Plattform, auch für unbekanntere Künstler. Im Großen und Ganzen ein gelungenes Festival, eine gelungene Musikparty mit Familiencharakter und viel Potenzial.

Wir kommen wieder!

Vielen Dank Happiness Festival!

 

Lineup:

Freitag, 10.07.2015

Spielzeit Band
14:10 Durch & Durch
15:00 Adam Angst
16:05 eRRdeka
17:10 Kontra K
18:20 257ers
19:55 Die Orsons
21:35 Jennifer Rostock
23:30 K.I.Z.

Samstag, 11.07.2015

Spielzeit Band
13:05 Swiss & die Anderen
13:55 Schmutzki
14:55 Itchy Poopzkid
16:00 Feine Sahne Fischfilet
17:05 Deez Nuts
18:20 Comeback Kid
19:45 Bosse
21:25 Prinz Porno
23:30 Deichkind

 

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