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Chapeau Claque (MARIA ANTONIA PAULA SCHMIDT)

Autorin: Ramona


Art: FACE TO FACE

Datum: 27.04.2009

 

VOR IHREM AUFTRITT IN HAMBURGS WOHL LAUTESTER SAUNA DEM „LOGO“ TREFFE ICH DIE HÜBSCHE SÄNGERIN UND SONGWRITERIN MARIA ANTONIA PAULA SCHMIDT. SIE EMPFÄNGT MICH FREUNDLICH UND GIBT SICH SEHR NATÜRLICH. ES HERRSCHT SOFORT SYMPATHIE UND EINE ANGENEHME ATMOSPHÄRE. BEI EINEM KALTEN BIER FANGEN WIR LOCKER AN ZU PLAUDERN. DIE ANDEREN BANDMITGLIEDER PACKEN NOCH EIN ZWEI SACHEN ZUSAMMEN UND MACHEN SICH AUF DEN WEG INS HOTEL, UM VOR DEM AUFTRITT NOCH KURZ ZU RELAXEN. HEUTE IST AUCH ELLI, DIE CELLISTIN, MIT VON DER PARTIE SIE GESELLT SICH ZU UNS UND ERZÄHLT, DASS SIE BEI BESONDEREN AUFTRITTEN CHAPEAU CLAQUE UNTERSTÜTZT. ELLI UND MARIA GEHEN SEHR FREUNDSCHAFTLICH MITEINANDER UM.

ZUR BAND: DIE 5 JUNGEN MUSIKER AUS THÜRINGEN MACHEN SEIT 2006 GEMEINSAM MUSIK UND BEZEICHNEN DIESE SELBER ALS ELEKTRO-CHANSON-POP-ROMANTIK. UND GENAUSO ERFRISCHEND ANDERS UND NEU WIE DIES KLINGT IST ES AUCH. MAN DARF ALSO GESPANNT SEIN, WAS UNS DIE 5 KLAPPZYLINDER IN ZUKUNFT NOCH SO BIETEN WERDEN.

ERSTMAL VIELEN DANK, DASS DAS HEUTE MIT DEM INTERVIEW GEKLAPPT HAT.

Gerne, freut mich auch sehr!

WIE BIST DU EIGENTLICH AUF DEN BANDNAMEN „CHAPEAU CLAQUE“ GEKOMMEN?

Meine Familie besaß früher einen Klappzylinder und ich habe meine Großeltern über das Wort „Chapeau Claque“ reden hören. Dieser französische Klang gefällt mir ausgesprochen gut und das Symbol mag ich auch sehr gerne und es ist einfach faszinierend für mich, was man alles aus so einem Zylinder zaubern kann.

WAS BEEINFLUSST DICH BEIM SCHREIBEN DER SONGS?

Es so, dass alles, was ich erlebe, mich beeinflusst. Die Muse küsst mich, egal wo ich bin, das kann zu Hause am Klavier sein, auf Reisen, oder wenn ich auf dem Wochenmarkt arbeite. Es gibt also keine Formel dafür. Wenn ich etwas zu erzählen habe oder mich mit etwas beschäftige, muss ich dies einfach nieder schreiben und kann mich eigentlich gar nicht dagegen wehren, es passiert dann einfach.

DU ARBEITEST AUF EINEM WOCHENMARKT?

Jetzt zwar nicht mehr, aber die letzten vier Jahre habe ich dort gearbeitet, um nach dem Abi ein bisschen Geld zu verdienen. Im Sommer habe ich Obst verkauft und es geliebt, dabei viele verschiedene Menschen zu treffen. Das alles zusammen hat mich sehr inspiriert. Daher habe ich das die letzten zwei Jahre auch nicht mehr des Geldes sondern des Spaßes wegen gemacht.

WAS WÜRDET IHR FÜR JOBS MACHEN, WENN IHR NICHT DIESEN ERFOLG HÄTTET?

Wir machen alle viel nebenbei. Ich studiere in Weimar Mediengestaltung, Timo spielt noch in einer anderen Band mit, Tim ist Papa und hat Familie und Peer studiert Filmmusik, also wir machen noch sehr viel nebenbei. Wir haben somit alle Hände voll zu tun.

IHR HABT SEHR INTENSIV MIT NORTHERN LITE ZUSAMMENGEARBEITET WIE WAR DAS FÜR EUCH UND WÜRDET IHR AUCH GERNE MIT ANDERN KÜNSTLERN MUSIZIEREN?

Die Zusammenarbeit mit Northern Lite war für uns etwas ganz besonderes und hat sehr viel Spaß gemacht. Es gibt immer wieder kleine Projekte, die es anbieten mit anderen Musikern was zu machen und da sagen wir dann auch gerne ja.

AUF WELCHEN FESTIVALS WERDET IHR 2009 DENN SPIELEN?

Oh, das sind eine Menge wie zum Beispiel das Deichbrand, Sonne Mond und Sterne, auf der Breminale und einem Kinderkrebsfestival und noch vielen mehr. Festivals machen auf jeden Fall auch sehr viel Freude.

DAS IST JETZT EURE ERSTE EIGENE TOURNEE, WIE GEFÄLLT ES EUCH?

Auf der Bühne zu stehen ist für uns alle die absolute Erfüllung, dafür machen wir Musik. Das viele unterwegs sein ist zwar auch anstrengend und zerrt an einem, aber das gehört ja auch mit dazu, aber es gibt einfach so viele wunderbare Dinge und Momente, die wir erleben dürfen, wir kommen viel herum, lernen viele Menschen kennen und gehen auf tolle Aftershow Partys (lacht).

WAS HAT SICH NACH EUREM ERFOLG IM FEBRUAR BEIM BUNDESVISION SONG CONTEST VERÄNDERT?

Es hat uns sehr geholfen, die Tour überhaupt spielen zu können, ansonsten wäre dies ein absolutes Risiko für uns gewesen. Nun haben wir ein bisschen die Gewissheit, dass die Leute uns kennen und dies auch nicht nur in unserer Heimat, sondern vielleicht auch in München oder oben in Hamburg, also einfach Orte, wo die Leute vorher eventuell noch nie was von uns gehört haben. Es war eine super Werbemaßnahme und wir konnten viele Alben verkaufen und sind somit sogar mit „Pandora kiss miss Tragedy“ in die Charts gekommen. Es war ein gutes Sprungbrett, das muss man wirklich mal sagen, Privatsender hin oder her, aber das was Stefan Raab da auf die Beine gestellt hat, muss ich ihm hoch anrechnen, denn er gibt jungen und zum Teil auch unbekannten Bands und Künstlern einfach eine Chance, auf sich Aufmerksam und zu machen und „Hallo zu Deutschland“ sagen zu dürfen und ich glaube, damit ist er auch der Einzige im deutschen Fernsehen.

WAS WAR FÜR EUCH WÄHREND EURER JUNGEN KARRIERE EUER BISLANG SCHÖNSTES ERLEBNIS?

Es sind schon viele schöne Sachen passiert. Angefangen bei unserem Tourauftakt in Dresden, oder kleinen Begegnungen mit Leuten. Allein gestern bin ich wieder auf sehr angenehme Art mit den Fans zusammen gekommen und man merkt auch innerhalb der Band, dass wir einfach immer mehr zusammenwachsen und alles von alleine läuft. Wir werden nach jedem Auftritt noch entspannter und lassen uns von diesem tollen Gefühl tragen.

WAS WÄRE DEIN GRÖSSTER TRAUM FÜR DIE ZUKUNFT?

Am Ende will ich einfach zufrieden sein, mir immer selber treu bleiben und ich finde, es ist schön, wenn man merkt, dass man etwas sinnvolles hinterlässt und die Leute damit berührt. Das Publikum gibt mir ebenfalls so viel zurück. Es ist wie ein Austausch von Emotionen.

WIE GEFÄLLT EUCH DENN DAS LOGO?

Gemütlich, niedlich, kuschelig. Ich hoffe, dass wir heute gut ankommen, da ich gelesen habe, dass hier sonst mehr Rock und Gothic Bands spielen. Somit wünsche ich mir, dass die Leute uns trotzdem finden.

Elli: Wenn man auf der Bühne steht, hat man auf jeden Fall ein gutes Gefühl.

STEHT AUCH WAS IM AUSLAND AN?

In Griechenland waren wir in den Top 10, ohne etwas davon zu wissen. Das Ganze hatte sich sozusagen verselbstständigt. Daher wollen wir vielleicht mal dort spielen, nach unserem Erfolg den wir dort unbewusst erleben durften. Sehr gerne würde ich auch mal in Frankreich und London spielen. Aber vorerst wollen wir Deutschland erobern und dann über die Grenzen gehen. Ich kenne auch viele Leute, welche kein deutsch können, aber die Musik trotzdem sehr mögen. Es ist auch eine Kostenfrage, im Ausland zu spielen. Entweder man bekommt eine hohe Gage, mit der man dann seine Kosten fürs Reisen und Hotel decken kann, was sehr utopisch ist, oder man muss viel selbst finanzieren.

HAST DU MUSIKALISCHE VORBILDER?

Oh ja, ganz viele! Ich höre sehr gerne französische Musik, wie die französische Sängerin Camille. Ich mag aber auch Künstler wie Gustav oder Hanne Hukkelberg sehr, je nachdem was mir begegnet. Ich lasse mich durch andere Musik und Künstler inspirieren und finde es auch sehr, sehr wichtig, dass es einen Austausch gibt und man voneinander lernt.

WAS HAT DER ERFOLG FÜR AUSWIRKUNGEN AUFS PRIVATLEBEN?

Bei mir ist es so, dass ich schon mal erkannt werde, besonders zu Hause in Thüringen. Es ist auch viel Stress vorhanden, da man auch immer ein bisschen jonglieren muss zwischen Privat und Arbeit, aber ich mach dass mit sehr viel Leidenschaft und daher lohnt sich das. Aber ansonsten hat sich noch nicht so viel verändert. Die guten Freunde sind noch immer genau so gute Freunde wie vorher und auch so ist eigentlich alles beim Alten.

ERLEBST DU, DASS LEUTE DIE VORHER NICHT SO VIEL VON DIR WISSEN WOLLTEN, DURCH DEINEN ERFOLG KONTAKT ZU DIR SUCHEN?

Ja, also es melden sich schon viele und fragen auch schon mal, ob ich sie nicht auf die Gästeliste schreiben kann und dann liegt es ja an mir, was ich tue. Es gibt auch Leute aus dem Publikum, die einem kleine Geschenke machen, aber auch das ist ganz normal und ein großes Kompliment.

KANNST DU BANDS, DIE AUCH ERFOLGREICH WERDEN WOLLEN TIPPS GEBEN?

Wir hatten das Glück ein Label zu finden, das uns pusht und auch hinter uns steht. Aber der absolute Schlüssel zu gutem Erfolg ist, dass man konsequent daran arbeitet immer weiter macht und nicht gleich den großen Erfolg erwartet, sondern das erstmal für sich macht. Wir hatten auch harte Zeiten in denen uns die Leute nicht hören wollten, aber dann kamen auch wieder schöne Zeiten. Man muss immer an sich glauben und sollte nicht aufgeben!

VIELEN DANK LIEBE MARIA FÜR DIESES INTERVIEW. DIR UND DER BAND NOCH VIEL, VIEL ERFOLG UND SPASS. HAST DU NOCH EIN PAAR LETZTE WORTE FÜR UNS?

„Der Storch, er kommt und geht wie die Liebe. Der Löwe brüllt, wenn man ihm zum Kampf herausfordert. Der Weichhaar-Flughund ist bereits ausgestorben. Und das Herz, es lässt sich zähmen wie ein Leopard.”

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