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Bosse – Kraniche

Autorin: Maren

 

Bereits das zweite Mal in meinem Leben werde ich auf Bosse durch das Radio aufmerksam. Im Jahre 2009 war es der Song „Liebe ist leise“ vom Album Taxi. Nunmehr vier Jahre später ist es das Lied „Schönste Zeit“, welches mich immer wieder zum automatischen mit singen bewegt. Somit wäre es wohl Zeit, sich ein paar Minuten für Axel Bosse und seine Band zu nehmen und sich etwas genauer mit ihm auseinander zu setzten. Im Mittelpunkt hierbei, sein aktuelles Album „Kraniche“, wobei man sagen muss, das es sich bereits um das 5. Studioalbum von Bosse handelt, welches sich an seine doch recht erfolgreichen Vorreiter „Wartesaal“, „Taxi“, „Guten Morgen Spinner“ und „Kamikazeherz anschließen möchte.

„Kraniche“ wurde von seinen treuen Fans heiß herbei ersehnt und dementsprechend gut angenommen und das trotz kurzzeitlicher Ernüchterung. Denn statt vielen tanzbaren Songs, erwartet einem beim aktuellen Album, eher ruhigere Stücke, arrangiert mit Streichern und vielen diversen Instrumenten, die zu den jeweiligen Geschichten passen. Doch dem wahren Fan macht es nichts aus. Man kann immer wieder dieselben Lobeshymnen lesen. Bosse ist für seine Fans „kreativ und facettenreich“, „Musik die man jeden Tag hören kann“, „er versprüht Lebensenergie, Gelassenheit und rührt einen zu tiefst“. Die Fans von Bosse schätzen einfach seine persönlichen Texte, welche seine Lebenserfahrungen, seine Reisen, die verschiedenen Kulturen und einfach das Leben selbst spiegeln.
Doch es gab auch negative Stimmen unter den Fans, denen „Kraniche“ zu perfekt arrangiert ist, zu platt, zu banal, ohne wirkliche Aussage im Gegensatz zu seinen Vorgängern. Beim Lesen der vielen Meinungen/Aussagen und dabei der Musik lauschend denke ich ganz allgemein, dass man sich manchmal halt einfach von einer vorherigen Lieblingsband trennen sollte und lieber die guten Erinnerungen behält.

Vor allem wird mir schnell klar, dass ich mich auch mit den Vorgängern kurz beschäftigen sollte und kann nunmehr eines mit Sicherheit sagen. Es gibt da einen Song namens „Schönste Zeit“, der mich im Alltag im Radio zum mitträllern bewegt. Ein Song der mich glücklich macht, schmunzeln lässt und als ein Kind der 90ziger textlich bewegt. Eine nette Singleauskopplung halt, wie es aber auch viele andere gibt. Der Rest des Albums trifft jedoch nicht annähernd meinen Geschmack. Ich denke Bosse ist textlich nicht schlecht und er hat eine nette Stimme, das Album jedoch ist platt gesagt, überhaupt nicht meins. Ich kann mit keinem Song ernsthaft etwas anfangen.
Ich denke als „Nicht-Fan“ sollte man nicht nur nach einem täglich hörenden Song blind das Album „Kraniche“ kaufen, sondern vorab kurz rein hören. Die Songs sind durchweg ruhig gehalten und in einem anderen Stil, als das Bekannte ausgekoppelte. Ob es gefällt muss man wirklich nach genauem Hören selber entscheiden. Kein Album wie jedes andere. Bosse hat halt seinen eigenen Stil.

www.axelbosse.de

Tracklist:
01. Kraniche
02. Schönste Zeit
03. Vier Leben
04. So Oder So
05. Istanbul
06. Alter Affe Angst
07. Vive La Danse
08. Familienfest
09. Brillant
10. Müssiggang
11. Sophie
12. Konfetti

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