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Annihilator – Feast + Bonus

Gastautor: Sven

Ist das der Soundtrack zu World War Z? Auf dem Cover grinst mich eine mächtig Untote Dame beim Abendmahl an und ich fange an zu beten das Brad Pitt nicht auch noch angefangen hat zu singen.

Schön, das über dem Ganzen der altbewährte Annihilator-Schriftzug prangt und eine neue Rifforgie vom kanadischen Gitarrenmonster Jeff Waters ankündigt.

Nach 3 Jahren Funkstille gibt’s diesmal wieder Neues aus den scheinbar unendlichen Tiefen der Riffhölle. Puh, das Cover lässt mich echt nicht los 😉 Das der gute Jeff schon Metal-Geschichte geschrieben hat dürfte allgemein bekannt sein und ich bin natürlich gespannt in wie weit „Feast „ diesen hohen Erwartungen gerecht wird. Um es schon mal vorweg zu nehmen: Wer hier bahnbrechend Neues erwartet wird positiv enttäuscht! Steht Waters drauf, ist Waters drin. Punkt.

Als Leadsänger ist mal wieder Dave Padden mit an Bord, der schon seit dem 2004er Album „All for you“ ein alter Bekannter ist.

Los geht’s mit dem Opener „Deadlock“ der in bewährter Manier kurz anklopft um dann die Tür einzutreten. Hier wird schon mal Gas gegeben um den Nacken für „No Way out“ und das nette „Smear Campaign“, das im Verlauf noch Fahrt aufnimmt, warm zu machen.

„No Surrender“ schiebt mit flotten Doublebass und einem fast funkigem Anfang den Weg frei für „Wrapped“.Hier wird zur Abwechslung mal in Rock-Gefilden geräubert, um den Gitarrenorgien des Herrn Waters eine ansprechende Bühne zu geben.

Hm, bis jetzt eigentlich ´ne typische Annihilator-Platte. Aber was fehlt?

„Perfect Angel Eyes“! Er kann die Finger nicht von der Balladenschublade lassen!

Was macht man nun mit dem Feuerzeug in der Hand?

Na, ´ne Flasche Bier auf, denn „Demon Code“ holt dich wieder zurück in die Trash-Welt, mit Tempo geht’s dem Ende zu.

Zu „Fight the World“ und „One falls two rise“ kann man sich eigentlich nur fragen, ob das purer Sadismus ist, am Anfang mit akustischem Geklimper zu drohen um dann voll aufs Mett zu klopfen. Gerade „Fight the World“ bietet ein ordentliches Spektrum an verschiedenen Parts, doch bei den beiden letzten Stücken wirkt es etwas, als ob der rote Faden verloren geht.

Da hätte ich mir doch noch einen Nackenbrecher wie „Sonic Homicide“ von der „Criteria for a black Widow“ gewünscht.

Alles in Allem ist „Feast“ eine grundsolide Annihilatorscheibe, die weder besonders positiv oder negativ den Rahmen sprengt. Alle Trademarks wurden sorgfältig verbaut und man fühlt sich auf dem Album irgendwie sofort zu Hause. Der Sound bringt die hochwertige Gitarrenarbeit zur Geltung und eignet sich eher nicht dafür, mit dem Corsa vor der Eisdiele zu lärmen. Btw, seit wann stellen Böhse Onkelz eigentlich Heckscheiben her…?

Anspieltipps sind der Eröffnungskracher „Deadlock“, das flotte „Demon Code“ und „Smear Campaign“.

Für Fans ist es sowieso ein Pflichtkauf, denn mit der Bonus-CD Re-Kill wird noch ein nettes Schmankerl mitgeliefert! Dort wurde 2012 quasi ein Best Of neu eingespielt , das bewährte Klassiker der Schaffensperiode in neuem Soundgewand zeigt. Die Tracklist könnte fast von mir sein!

Die Titel reichen vom 2002er Album „Waking the Fury“ bis zum genialen Debüt „Alice in Hell“ und wäre für mich schon der Wunschzettel für die kommende Tour im Herbst.

Dann noch das 3D-Cover, bei dem man der Tante noch mal mit der Zahnseide nachhelfen kann, Sammlerherz was willst du mehr?!

 

7/10 Punkte – Bonus-CD ohne Wertung

 

[column col=“1/2″]Tracklist „Feast“

1. Deadlock

2. No Way out

3. Smear Campaign

4. No Surrender

5. Wrapped

6. Perfect Angel Eyes

7. Demon Code

8. Fight the World

9. One Falls, Two rise

10. Stonewall

11. Ultra Motion

12. Time Bomb

13. Refresh the Demon

14. Word Salad

15. Brain Dance

[/column]

[column col=“1/2″]Tracklist Bonus-CD Re-Kill

1. Fun Palace

2. Alison Hell

3. King of the Kill

4. Never, Neverland

5. Set the World on Fire

6. Welcome to your Death

7. Nozone

8. Bloodbath

[/column]

 

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