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Konzertbericht: Damian Marley 05.07.17- Berlin

Damian Marley in Berlin im Astra – Sold out!

Diese Nachricht sorgte schon eine Woche vor dem Konzert für nervöse Menschen, die sich noch nicht mit Karten für das Konzert des jüngsten Sohns von Bob Marley für seine einzige Clubshow in Deutschland eingedeckt hatten. Verwunderlich war das jedoch nicht, da der dreifache Grammy Gewinner mit Weltstars verschiedener Genres sehr erfolgreiche Produktionen vorweisen kann und sich international schon lange einen Namen gemacht hat. So war es dann auch keine Überraschung, dass es sehr voll wurde im Astra, was auch damit zusammenhängen mag, dass Damian Marley sein neues Album Stony Hill im Gepäck hatte. Das neue Werk, dessen Release-Datum sich mehrfach verschoben hat, soll nun endlich am 21. Juli erscheinen. Wer jedoch glaubte auf dem Konzert einige neue Songs präsentiert zu bekommen, wurde enttäuscht. Lediglich zwei bereits veröffentlichte Songs Caution und Medication wurden live zum Besten gegeben. Hier hatten sich sicherlich einige mehr Einblicke in das neue Werk erhofft, welches sein erstes Album seit sieben Jahren darstellt. Dies schmälerte jedoch nicht die Stimmung des Publikums, das dafür mit zahlreichen Hits seines Vaters belohnt wurde. Bei Could you be loved, Get up Stand up, War und Is This Love gab es Gänsehautatmosphäre als der brechendvolle Konzertsaal textsicher jede Liedzeile mitsang, um zusammen mit Damian seinen Vater den ‚King of Reggae‘ zu huldigen. Doch Damian Marley braucht sich selber nicht zu verstecken. Er lieferte mit z.B. The Mission, Road to Zion und Welcome to Jamrock seine eigenen Hits. Zusätzlich spielte er Make it bun dem, eine Co-Produktion mit Skrillex, und Dispear aus seinem Gemeinschaftalbum Distant Relatives mit dem US-Rapper Nas. Er überzeugte mit einer enormen Stimmgewalt, die konstant ihre Qualität bestätigte. Unterstützt wurde er von seiner eigenen Band, die einen perfekt abgestimmten Eindruck machte und bestätigte, dass Damian Marley ein Vollprofi ist, der nichts dem Zufall überlässt. Die Atmosphäre im Saal wurde durch eine rot, gelb, grün geprägte Lichtshow mit Blitzeffekten unterlegt, dazu erstrahlten auf einer Leinwand im Hintergrund wechselnde Motive, wie z.B. das obligatorische Konterfei von Haile Selassie. In der Halle war es so voll, dass einige Gäste im Vorraum des Saals verweilten, da der Zugang in die Halle schwer möglich war, vielleicht lag es aber auch an der Nähe zum nächsten Tresen. Es war ein ganz besonderer Tag, bei der Damian Marley abseits der großen Festivalbühne das Publikum auf einer intimen Clubshow in seinen Bann zog. Die Vorfreude auf das in zwei Wochen erscheinende Album bleibt und so werden sich die Fans noch etwas gedulden müssen.

 

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